Im Ersatzteilgeschäft begegnen Werkstätten und Teilehändler unterschiedlichen Nummernsystemen. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer internen Bestandsnummer und einer Teilenummer.

Beide können ein Ersatzteil identifizieren, erfüllen jedoch unterschiedliche Aufgaben. Eine Verwechslung kann deshalb zu Rückfragen oder Fehlbestellungen führen.

Was ist eine Bestandsnummer?

Eine Bestandsnummer wird innerhalb eines Unternehmens zur Verwaltung von Artikeln verwendet. Sie kann beispielsweise in Warenwirtschaft, Lagerverwaltung oder internen Bestellsystemen hinterlegt sein.

Damit lässt sich ein bestimmter Artikel im eigenen System finden und verwalten.

Die Nummer ist jedoch in der Regel unternehmensspezifisch. Ein externer Lieferant kann daraus ohne entsprechende Zuordnung nicht automatisch erkennen, welches Ersatzteil gemeint ist.

Was ist eine Teilenummer?

Eine Teilenummer wird einem bestimmten Teil beziehungsweise einer definierten Teileausführung zugeordnet. Sie kann beispielsweise vom Fahrzeughersteller, Komponentenhersteller oder Ersatzteilanbieter stammen.

Dabei ist wichtig, zwischen unterschiedlichen Nummernarten zu unterscheiden. Eine OE-Nummer des Fahrzeugherstellers ist beispielsweise nicht dasselbe wie eine Artikelnummer eines unabhängigen Ersatzteilherstellers.

Auch Vergleichs- und Cross-Reference-Nummern können bei der Identifikation verwendet werden.

Warum reicht eine Teilenummer nicht immer für die Fahrzeugzuordnung?

Eine vorhandene Teilenummer ist eine wichtige Grundlage für die Ersatzteilsuche, garantiert aber nicht in jedem Fall allein die richtige Zuordnung.

Teilenummern können ersetzt worden sein, Nachfolgenummern besitzen oder nur für bestimmte Fahrzeug- und Aggregatausführungen gelten. Außerdem kann eine am Altteil gefundene Nummer unterschiedliche Funktionen haben und muss zunächst korrekt eingeordnet werden.

Deshalb sollte eine Nummer möglichst mit den Fahrzeug- und Bauteildaten abgeglichen werden.

Wie sollten interne und technische Nummern verwendet werden?

Für interne Lagerprozesse kann eine Bestandsnummer sinnvoll sein. Bei einer Anfrage an einen externen Teilelieferanten sollte dagegen möglichst eine technische Referenz angegeben werden.

Besonders hilfreich sind vorhandene OE-/Herstellernummern. Zusätzlich können FIN und weitere Fahrzeugdaten benötigt werden, um die tatsächliche Kompatibilität zu prüfen.

Eine interne Bestandsnummer kann ergänzend übermittelt werden, wenn zwischen den beteiligten Unternehmen bereits eine eindeutige Zuordnung dieser Nummer existiert.

Welche Angaben helfen bei einer Teileanfrage?

Für eine zuverlässige Ersatzteilprüfung sollte zunächst geklärt werden, welche Art von Nummer vorliegt.

Neben der vorhandenen Nummer helfen nach Möglichkeit FIN, OE-/Vergleichsnummern und relevante Fahrzeugdaten. Je nach Bauteil können zusätzlich Motorcode, Achsnummer, Aggregatenummer, Einbauposition oder Fotos von Typenschild und Altteil erforderlich sein.

So lässt sich vermeiden, dass eine interne Artikelreferenz mit einer technischen Teilenummer verwechselt wird.

FalkePro – Ersatzteile für Nutzfahrzeuge

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