Die Achslast gehört zu den wichtigen technischen Größen eines Nutzfahrzeugs. Sie beschreibt die Last, die über eine bestimmte Achse beziehungsweise Achsgruppe auf die Fahrbahn übertragen wird.

Für Werkstätten und Teilehändler ist sie aus zwei Gründen relevant: Eine zu hohe Belastung kann den Verschleiß verschiedener Komponenten erhöhen, und unterschiedliche Achsausführungen können für unterschiedliche zulässige Lasten ausgelegt sein.

Was bedeutet Achslast?

Die Achslast ergibt sich aus dem Fahrzeuggewicht und dessen Verteilung auf die einzelnen Achsen. Sie verändert sich unter anderem mit Beladung, Aufbau und Lastverteilung.

Dabei muss zwischen technisch zulässigen und rechtlich zulässigen Achslasten unterschieden werden. Welche Werte für ein konkretes Fahrzeug gelten, ergibt sich aus den entsprechenden Fahrzeug- und Zulassungsdaten.

Eine hohe Gesamtmasse bedeutet außerdem nicht automatisch, dass alle Achsen gleichmäßig belastet sind. Eine einzelne Achse kann bereits überlastet sein, obwohl das Gesamtgewicht des Fahrzeugs noch innerhalb einer zulässigen Grenze liegt.

Welche Bauteile werden durch die Achslast belastet?

Die Kräfte einer Achslast wirken auf verschiedene Komponenten im Bereich von Radführung, Federung und Achse.

Dazu gehören je nach Konstruktion unter anderem:

  • Radlager und Radnaben
  • Achskörper und Achsführung
  • Federungsbauteile
  • Reifen und Räder
  • weitere Fahrwerkskomponenten

Eine dauerhafte Überlastung kann die Beanspruchung dieser Bauteile erhöhen und ihren Verschleiß beschleunigen.

Bei wiederkehrenden Schäden an einer Achse kann es deshalb sinnvoll sein, neben Bauteil und Montage auch die tatsächlichen Einsatz- und Lastbedingungen zu berücksichtigen.

Warum ist die Lastverteilung wichtig?

Nicht nur das Gesamtgewicht, sondern auch dessen Verteilung beeinflusst die Achslasten.

Aufbauten, Zusatzaggregate, Ladungsposition oder Umbauten können dazu führen, dass einzelne Achsen stärker belastet werden als andere. Bei Nutzfahrzeugen mit mehreren Achsen spielt außerdem die konkrete Achskonfiguration eine Rolle.

Eine Luftfederung kann die Fahrzeughöhe beziehungsweise je nach System die Lastverteilung innerhalb bestimmter Grenzen beeinflussen. Sie hebt die zulässigen Achslasten jedoch nicht auf.

Welche Rolle spielt die Achslast bei der Ersatzteilsuche?

Innerhalb derselben Fahrzeugbaureihe können Achsen mit unterschiedlichen Tragfähigkeiten und technischen Ausführungen eingesetzt werden.

Dadurch können sich auch Radlager, Radnaben, Federungskomponenten oder andere achsbezogene Ersatzteile unterscheiden.

Ein Bauteil sollte deshalb nicht allein anhand von Hersteller, Modell und Baujahr ausgewählt werden. Besonders bei Achskomponenten kann die konkrete Achsausführung für die richtige Teilezuordnung entscheidend sein.

Welche Angaben helfen bei der Teilezuordnung?

Für achsbezogene Ersatzteile sollten nach Möglichkeit FIN, vorhandene OE-/Vergleichsnummern und relevante Fahrzeugdaten verwendet werden.

Je nach Bauteil können zusätzlich Achsnummer, Achstyp, zulässige Achslast, Einbauposition oder Kennzeichnungen am vorhandenen Teil erforderlich sein.

Gerade wenn innerhalb einer Fahrzeugbaureihe verschiedene Achsausführungen verfügbar sind, helfen diese Angaben dabei, die benötigte Variante eindeutig einzugrenzen.

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