Ersatzteile können bereits während der Lagerung beeinträchtigt werden. Feuchtigkeit, Kondensation, UV-Strahlung, ungeeignete Temperaturen, Verschmutzung oder mechanische Belastung können je nach Material und Bauteil zu Korrosion, Alterung oder Beschädigungen führen.

Für Werkstätten, Teilehändler und Fuhrparks gehört die fachgerechte Lagerung von Ersatzteilen deshalb zur Qualitätssicherung. Welche Bedingungen erforderlich sind, hängt allerdings vom jeweiligen Produkt, Werkstoff und den Herstellervorgaben ab.

Trocken und vor Feuchtigkeit geschützt lagern

Feuchtigkeit gehört zu den wichtigsten Risiken bei metallischen und elektrischen Komponenten. Besonders problematisch können starke Temperaturwechsel sein, wenn dadurch Kondensation entsteht.

Mögliche Folgen sind:

  • Korrosion an metallischen Oberflächen
  • Oxidation von Kontakten
  • Schäden an Steckverbindungen
  • Beeinträchtigung empfindlicher Elektronik

Ersatzteile sollten deshalb grundsätzlich trocken und vor direkter Feuchtigkeit geschützt gelagert werden. Für empfindliche Komponenten sind gegebenenfalls zusätzliche Schutzverpackungen erforderlich.

Elektronische Ersatzteile besonders schützen

Sensoren, Steuergeräte und elektronische Module benötigen häufig einen sorgfältigeren Umgang als robuste mechanische Komponenten.

Neben Feuchtigkeit und Verschmutzung können bei bestimmten elektronischen Bauteilen elektrostatische Entladungen (ESD) relevant sein. Wo dies erforderlich ist, sollten geeignete ESD-Schutzmaßnahmen und entsprechende Verpackungen verwendet werden.

Auch Steckkontakte sollten vor Verschmutzung, Feuchtigkeit und mechanischer Beschädigung geschützt bleiben.

Dichtungen, O-Ringe und Schläuche richtig lagern

Elastomere können während längerer Lagerzeiten altern. Geschwindigkeit und Art der Alterung hängen unter anderem vom Werkstoff und den Umgebungsbedingungen ab.

Ungünstig können insbesondere sein:

  • hohe Temperaturen
  • direkte Sonneneinstrahlung und UV-Licht
  • Ozonquellen
  • Feuchtigkeit, abhängig vom Werkstoff
  • dauerhafte Verformung oder mechanische Spannung

Dichtungen, O-Ringe, Manschetten und Schläuche sollten deshalb entsprechend den jeweiligen Hersteller- beziehungsweise Werkstoffvorgaben gelagert werden. Eine pauschale maximale Lagerdauer gilt nicht gleichermaßen für alle Elastomere.

Lager und Präzisionsteile vor Korrosion und Schmutz schützen

Lager und andere Präzisionskomponenten sollten möglichst bis zur Verwendung in ihrer vorgesehenen Schutzverpackung bleiben.

Schmutz, Korrosion oder Beschädigungen an Funktionsflächen können die spätere Lebensdauer beeinträchtigen. Auch schwere Bauteile sollten nicht so gestapelt werden, dass empfindliche Verpackungen oder Komponenten darunter verformt werden.

Originalverpackung und Kennzeichnung erhalten

Die Verpackung schützt nicht nur das Ersatzteil. Sie enthält häufig auch wichtige Informationen zur Identifikation und Rückverfolgbarkeit.

Dazu können gehören:

  • Hersteller
  • Artikelnummer
  • OE-/Vergleichsnummer
  • Charge oder Produktionskennzeichnung
  • Lager- und Handhabungshinweise

Gerade bei mehreren ähnlichen Varianten sollte die Zuordnung von Produkt und Kennzeichnung erhalten bleiben.

Bei einer späteren Reklamation können Verpackung, Etikett und Chargeninformationen außerdem helfen, das betreffende Bauteil eindeutig nachzuvollziehen.

FIFO und Bestandskontrolle im Ersatzteillager

Bei lagerfähigen Verschleiß- und Ersatzteilen kann ein FIFO-Prinzip – First In, First Out sinnvoll sein. Ältere geeignete Bestände werden dabei vor neu eingelagerten Teilen verwendet.

Zusätzlich sollten länger gelagerte Bestände regelmäßig kontrolliert werden. Dabei ist beispielsweise auf Folgendes zu achten:

  • beschädigte oder geöffnete Verpackungen
  • Korrosionsspuren
  • Feuchtigkeit
  • beschädigte Steckverbinder
  • Verformungen
  • auffällige Materialveränderungen
  • überschrittene oder vorgegebene Lagerfristen

Bei Teilen mit herstellerseitig definierten Lagerbedingungen oder Haltbarkeitsangaben haben diese Vorgaben Vorrang.

Lagerschaden ist nicht automatisch ein Produktfehler

Zeigt ein Ersatzteil beim Einbau einen Defekt oder eine Auffälligkeit, sollte die Ursache nicht vorschnell festgelegt werden.

Neben einem tatsächlichen Produkt- oder Herstellungsfehler kommen je nach Fall auch Transportschäden, Lagerbedingungen, falsche Teilezuordnung, Montagefehler oder andere Ursachen infrage.

Eine dokumentierte Lagerung erleichtert deshalb auch die spätere Reklamationsprüfung.

Für FalkePro sind eindeutige Artikelkennzeichnungen und nachvollziehbare Produktinformationen insbesondere bei B2B-Lieferungen wichtig. Nach der Lieferung sollten Ersatzteile bis zum Einbau entsprechend den jeweiligen Produkt- und Herstellervorgaben gelagert werden.

FalkePro – Ersatzteile für Nutzfahrzeuge

FalkePro ist auf die Beschaffung und den B2B-Handel von Ersatzteilen für LKW, Busse und Transporter spezialisiert. Wir unterstützen Werkstätten, Teilehändler, Fuhrparks und Speditionen bei der Ersatzteilbeschaffung in Deutschland und internationalen Märkten.

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