FalkePro NFZ-Fachlexikon DACH
Praxisorientiertes Fachwissen rund um Ersatzteile für LKW, Busse und Transporter – für Teilehändler, Werkstätten, Fuhrparks und Speditionen im deutschsprachigen Raum.
Das Fachlexikon behandelt unter anderem Teileidentifikation, technische Zusammenhänge, Qualität, Diagnose, Wartung und Beschaffung.
Nutzen Sie die Suchfunktion, um gezielt nach Bauteilen, Begriffen und Themen zu suchen.
-
Was bedeuten 4×2, 6×4 und 8×4 bei einem LKW? Die Achskonfiguration beschreibt die Anzahl der Radpositionen und der angetriebenen Radpositionen und ist ein wichtiges Merkmal bei der Zuordnung von Achs-, Brems- und Fahrwerksteilen.
-
Bremsbeläge, Bremsscheiben und Bremssättel können sich bei einem LKW je nach Achse und Bremssystem unterscheiden. Für eine sichere Ersatzteilzuordnung reichen Fahrzeugmodell und Baujahr deshalb häufig nicht aus.
-
Die Hinterachsübersetzung bestimmt das Verhältnis zwischen Eingangsdrehzahl des Achsantriebs und Raddrehzahl. Bei Ersatzteilen für Differential und Hinterachse ist die genaue Achsausführung entscheidend – denn Fahrzeuge derselben Baureihe können unterschiedliche Übersetzungen besitzen.
-
Ausstattungscodes dokumentieren herstellerspezifische Fahrzeugoptionen und können bei der Ersatzteilzuordnung wichtige Varianten unterscheiden. Zusammen mit FIN, OE-/Vergleichsnummer und Bauteildaten helfen sie, die tatsächlich verbaute Ausführung eines Nutzfahrzeugs zu bestimmen.
-
Kipper, Kühlfahrzeuge, Müllfahrzeuge oder Betonmischer enthalten zahlreiche Komponenten, die nicht vom Fahrgestellhersteller stammen. Bei solchen Ersatzteilen reichen FIN und Fahrzeugmodell häufig nicht aus – Aufbauhersteller, Typenschild und Bauteildaten werden für die Zuordnung wichtig.
-
Die richtige Lagerung schützt Ersatzteile vor Korrosion, Alterung, Feuchtigkeit und mechanischen Schäden. Besonders bei Elektronik, Dichtungen, Schläuchen und Lagern sind geeignete Lagerbedingungen wichtig, damit Nutzfahrzeugteile bis zum Einbau verwendbar bleiben.
-
Eine strukturierte Wareneingangskontrolle hilft, falsche, beschädigte oder unvollständige Ersatzteillieferungen frühzeitig zu erkennen. Teilenummer, Menge, Zustand, Lieferumfang und Kennzeichnungen sollten deshalb vor der Einlagerung geprüft werden.
-
Incoterms regeln im internationalen Handel, wie bestimmte Kosten, Transportpflichten und Risiken zwischen Verkäufer und Käufer verteilt werden. Bei Ersatzteilen für Nutzfahrzeuge sollten Lieferklausel und benannter Ort deshalb bereits im Angebot eindeutig festgelegt werden.
-
Handelsrechnung und Proformarechnung können ähnliche Angaben enthalten, erfüllen im internationalen Warenverkehr jedoch unterschiedliche Zwecke. Welche Rechnung für die Zollabfertigung benötigt wird, hängt insbesondere davon ab, ob ein Verkauf vorliegt oder die Ware ohne Verkauf versendet wird.
-
Bei Import und Export von LKW-Ersatzteilen müssen Warenbeschreibung, Zolltarifnummer, Warenwert, Ursprung und Begleitdokumente zusammenpassen. Fehler bei der Einreihung oder unvollständige Angaben können zu Rückfragen, Verzögerungen und zusätzlichen Abgaben führen.
-
Die Parkbremse sichert den LKW im Stillstand gegen unbeabsichtigte Bewegung. Bei vielen schweren Nutzfahrzeugen übernehmen Federspeicherbremszylinder diese Aufgabe: Federkraft legt die Bremse an, Druckluft löst sie.
-
Membranzylinder und Federspeicherzylinder übernehmen unterschiedliche Aufgaben in der Druckluftbremsanlage eines Nutzfahrzeugs. Für die Ersatzteilzuordnung sind Zylindertyp, Größe, Einbauposition, Anschlüsse und die konkrete Bremsanlage entscheidend.
-
Relaisventil und Schnellentlüftungsventil übernehmen unterschiedliche Aufgaben in der Druckluftbremsanlage eines Nutzfahrzeugs. Während das Relaisventil große Luftmengen nahe am Verbraucher steuert, ermöglicht das Schnellentlüftungsventil einen schnellen Druckabbau direkt zur Atmosphäre.
-
Das Vierkreisschutzventil verteilt und schützt die Druckluftversorgung verschiedener Kreise im Nutzfahrzeug. Bei Druckverlust soll es verhindern, dass eine Störung in einem Kreis die Druckluftversorgung der übrigen Kreise unkontrolliert beeinträchtigt.
-
Luftverlust in der Druckluftbremsanlage eines LKW kann zu häufigem Nachfördern, langsamem Druckaufbau und Warnmeldungen führen. Undichte Leitungen, Verschraubungen, Ventile oder andere pneumatische Komponenten sollten deshalb systematisch geprüft werden.
-
Die Lufttrockner-Kartusche reduziert Feuchtigkeit und Verunreinigungen in der Druckluftanlage eines Nutzfahrzeugs. Kartuschen sind jedoch nicht allein aufgrund ähnlicher Abmessungen austauschbar – entscheidend sind Lufttrockner, Kartuschentyp und Herstellervorgaben.
-
Der Lufttrockner reduziert Feuchtigkeit in der Druckluftanlage von LKW und Bussen und schützt dadurch Ventile, Behälter und weitere pneumatische Komponenten. Wasser im Druckluftsystem kann auf Probleme der Luftaufbereitung hinweisen, bedeutet aber nicht automatisch, dass der Lufttrockner selbst defekt ist.
-
Feuchtigkeit und Kondenswasser im Druckluftsystem können Korrosion, Funktionsstörungen und vorzeitigen Verschleiß an Bremskomponenten verursachen. Lufttrockner und Entwässerung spielen deshalb eine wichtige Rolle für die zuverlässige Funktion der Druckluftbremsanlage.
-
Moderne LKW-Beleuchtung wird häufig über elektronische Steuergeräte geschaltet und überwacht. Bei Fehlermeldungen müssen deshalb neben Leuchte und Leuchtmittel auch Spannungsversorgung, Verkabelung, Steuerung und die elektrische Kompatibilität des Ersatzteils berücksichtigt werden.
-
Der ABS-Modulator regelt den Bremsdruck während eines ABS-Eingriffs und hilft, ein Blockieren der Räder zu verhindern. Eine ABS-Warnmeldung bedeutet jedoch nicht automatisch, dass der Modulator defekt ist – auch Sensorik, Verkabelung, Spannungsversorgung oder pneumatische Komponenten können die Ursache sein.
-
Das elektronische Bremssystem (EBS) verbindet die pneumatische Bremsanlage eines Nutzfahrzeugs mit elektronischer Steuerung und Überwachung. Sensoren, Modulatoren, Verkabelung und mechanische Bremskomponenten müssen dabei als Gesamtsystem betrachtet werden.
-
LED-Leuchten in LKW und Nutzfahrzeugen bestehen je nach Ausführung aus integrierten oder separaten LED-Modulen, Treiberelektronik und weiteren Steuerkomponenten. Bei Ersatz und Umrüstung müssen elektrische Ausführung, Lichtfunktion und Genehmigung zum Fahrzeug passen.
-
Bei LKW und Nutzfahrzeugen müssen Spannung, Leistung und Leuchtmittel zur jeweiligen Lichtfunktion passen. Eine abweichende Wattzahl kann bei überwachten Lichtkreisen Fehlermeldungen, falsche Blinkfrequenzen oder elektrische Überlastung verursachen.
-
Trommel- und Scheibenbremsen unterscheiden sich in Aufbau, Verschleißbild und Wartungsanforderungen. Für die richtige Diagnose und Ersatzteilauswahl bei Nutzfahrzeugen ist deshalb entscheidend, welches Bremssystem und welche konkrete Ausführung verbaut sind.
-
Optisch ähnliche Rückleuchten und Scheinwerfer können sich bei LKW und Nutzfahrzeugen technisch deutlich unterscheiden. Anschlüsse, Lichtfunktionen, Bordspannung, Elektronik und Bauartgenehmigung müssen zur jeweiligen Anwendung passen.
